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Mixture of Experts

Viele Parameter, wenig Rechenaufwand: wie ein Router einen kleinen Teil des Modells je Token auswählt und welche Kosten das an anderer Stelle erzeugt.

·2 Min. Lesezeit·Von Fachredaktion Technik
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3 Abschnitte

Die Idee

Statt einer großen Abteilung, die jede Anfrage bearbeitet, gibt es viele Fachreferate. Ein Verteiler entscheidet je Anfrage, welche zwei Referate zuständig sind. Das Haus insgesamt weiß sehr viel, aber jede Anfrage beschäftigt nur einen kleinen Teil davon.

Was das bringt

Dichtes ModellMixture of Experts
Gesamtparameter70 Mrd.140 Mrd.
Je Token gerechnet70 Mrd.17 Mrd.
Speicherbedarf140 GB280 GB
Rechenzeit je Tokenhochniedrig

Der Router

Je Token berechnet eine kleine Matrix eine Punktzahl für jeden Experten. Die besten k werden ausgewählt, ihre Ausgaben gewichtet addiert. Üblich ist k = 1 oder k = 2.

Das eigentliche Problem ist die Gleichverteilung. Ohne Gegenmaßnahme verstärkt sich eine anfängliche Bevorzugung selbst: Ein Experte, der öfter gewählt wird, wird besser, wird deshalb noch öfter gewählt, und die übrigen verkümmern.

  • Einen Hilfsverlust einsetzen, der ungleiche Auslastung bestraft.
  • Eine Kapazitätsgrenze je Experte setzen; überzählige Token werden weitergeleitet oder verworfen.
  • Die Auslastungsverteilung während des Trainings überwachen, nicht erst danach.

Die Formeln

Routing und Ausgabe

g(x) = softmax( x · W_g ) y = Σ_{i∈T_k} g(x)ᵢ · E_i(x)

Der Router bewertet alle Experten, die besten k werden gerechnet, und ihre Ausgaben werden mit den normierten Gewichten gemischt.

x
die Token-Repräsentation
W_g
die Routermatrix
E_i
der i-te Experte
T_k
die Menge der k höchstbewerteten Experten

Hilfsverlust zur Lastverteilung

L_aux = α · N · Σᵢ fᵢ · Pᵢ

Das Produkt aus tatsächlicher Auslastung und mittlerer Wahrscheinlichkeit wird minimiert, was zu gleichmäßiger Verteilung führt.

N
Anzahl der Experten
f_i
Anteil der Token, die an Experte i gingen
P_i
mittlere Routerwahrscheinlichkeit für Experte i
α
Gewicht des Hilfsverlusts, üblich 0,01

Das Minimum dieses Terms liegt bei gleichmäßiger Verteilung. Ohne ihn kollabiert das Routing in der Praxis binnen weniger tausend Schritten.

Die Rechnung

Für ein Modell mit 64 Experten, k = 2, Zwischenbreite f = 8h/3:

GrößeWert
Experten je Schicht64
Je Token gerechnet2
Anteil aktiver Zwischenschicht-Parameter2/64 = 3,1 %
Rechenaufwand je Token gegenüber dichtungefähr gleich wie ein Modell mit 2/64 der Zwischenschicht

Praktisch erreicht ein solches Modell die Güte eines dichten Modells mit etwa der Wurzel aus dem Produkt von Gesamt- und aktiven Parametern. Bei 140 Milliarden gesamt und 17 Milliarden aktiv entspricht das grob einem dichten Modell mit rund √(140 × 17) ≈ 49 Milliarden Parametern, bei den Rechenkosten eines 17-Milliarden-Modells.

Betriebliche Folgen

  • Der Speicherbedarf richtet sich nach den Gesamtparametern. Für Randgeräte und kleine Installationen ungeeignet.
  • Im verteilten Betrieb entsteht zusätzlicher Netzverkehr, weil Token zu den Karten mit den zuständigen Experten geschickt werden.
  • Die Latenz schwankt stärker als bei dichten Modellen, weil die Auslastung der Experten je Batch variiert.
  • Quantisierung wirkt gut, weil der Speicher der begrenzende Faktor ist. Ein solches Modell in int4 ist oft die einzige praktikable Form für den Eigenbetrieb.

Passende Kurse und Quellen

StudieKostenlosEN

Switch Transformers

Nur ein Bruchteil der Parameter rechnet je Token mit. Die Arbeit, die Mixture-of-Experts in die Breite gebracht hat.

Für das Verständnis, warum große Modelle nicht alle Parameter je Token mitrechnen.

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