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Häufige Fallstricke

Die Fehler, die fast jeder einmal macht: erfundene Angaben übernehmen, vertrauliches eingeben, Rechnen vertrauen, überzeugendem Ton glauben.

·2 Min. Lesezeit·Von Redaktion KI-Kompass
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4 Abschnitte

Die sieben häufigsten Fehler

FehlerWoran man ihn erkenntWas hilft
Erfundene FundstelleSie sieht perfekt ausJede gegen die Quelle prüfen
Falsche ZahlSie ist plausibelNachrechnen oder Werkzeug nutzen
Vertrauliches eingegebenFällt erst später aufVorher klären, welches Werkzeug wofür
Zusage im EntwurfKlingt hilfsbereitEntwürfe mit Zusagen immer prüfen
Veraltete AngabeKein Datum genanntNach dem Stand fragen, Quelle verlangen
Falsche Voraussetzung übernommenDie Frage enthielt sieFrage prüfen, nicht nur Antwort
Zustimmung statt PrüfungEs klingt gutAusdrücklich nach Gegenargumenten fragen

Drei Gewohnheiten, die den meisten Ärger vermeiden

  • Vor dem Eingeben: Würde ich das einem Externen ohne Vertrag schicken?
  • Nach dem Ergebnis: Welche Angabe darin muss stimmen, und woher weiß ich das?
  • Vor dem Weitergeben: Hat ein Mensch das gelesen und verantwortet?

Warum die Zustimmungsneigung gefährlich ist

Modelle werden darauf ausgerichtet, hilfreich zu wirken. Bewertende bevorzugen Antworten, die zustimmen und bestätigen. Das führt dazu, dass ein Modell die Position der fragenden Person übernimmt, auch wenn sie falsch ist.

Gegenmittel im Prompt:

Nenne zuerst die drei stärksten Gegenargumente zu meiner Annahme.
Erst danach deine Einschätzung.
Wenn meine Annahme eine falsche Voraussetzung enthält, sage das zuerst.

Prüfen, ohne alles zu prüfen

Bei Mengen ist vollständiges Prüfen unbezahlbar. Stattdessen:

  1. 01

    Kritische Felder immer prüfen

    Beträge, Fristen, Namen, Kennungen. Diese Liste ist kurz und fest.

  2. 02

    Den Rest stichprobenartig

    Zehn Prozent, zufällig gezogen, mit dokumentierter Fehlerquote.

  3. 03

    Unsicherheit ausleiten

    Was das System selbst als unsicher meldet, geht immer zur Prüfung.

  4. 04

    Die Fehlerquote führen

    Steigt sie, sinkt die Stichprobe nicht weiter. Ohne diese Zahl ist jede Prüfquote geraten.

Die Fallstricke mit rechtlicher Folge

  • Vertrauliches in ungeprüften Werkzeugen. Ein Verstoß gegen Verschwiegenheit oder Geschäftsgeheimnisschutz entsteht mit der Eingabe, nicht mit der Ausgabe.
  • Personenbezogene Daten ohne Rechtsgrundlage. Auch ein Entwurf ist eine Verarbeitung.
  • Automatische Entscheidung ohne Prüfung. Art. 22 DSGVO greift auch dort, wo niemand eine Entscheidung beabsichtigt hat.
  • Fehlende Kennzeichnung. Bei veröffentlichten künstlich erzeugten Inhalten und bei Dialogsystemen.
  • Unbeaufsichtigte Agenten mit Schreibrechten. Ein Fehler ist dort keine falsche Antwort, sondern eine falsche Handlung.

Prompt Injection im Alltag

Sobald ein Werkzeug fremde Inhalte liest, etwa eine Webseite oder eine weitergeleitete E-Mail, kann darin eine Anweisung stehen, die an das System gerichtet ist. Der Schutz ist einfach zu benennen und schwer einzuhalten: Gelesener Inhalt ist immer Daten und niemals Anweisung. Empfänger, Zieladressen und Beträge werden niemals aus gelesenem Inhalt übernommen. Siehe Agenten, technisch.

Das Fehlerbuch

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Ein Bogen, in dem jeder gefundene Fehler mit Ursache und Gegenmittel landet, weil das nach vier Wochen mehr wert ist als jede Anleitung.

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