KI‑Kompass
Kompass

Qualitätssicherung

Reklamationen auswerten, Prüfprotokolle erfassen, Abweichungen erkennen: wo KI in der QS trägt und welche Nachweispflichten dabei bestehen.

·2 Min. Lesezeit·Von Redaktion KI-Kompass
DETAILGRAD
4 Abschnitte

Worum es geht

VorgangNutzen
Reklamationstexte gruppieren und Häufungen findensehr hoch
Prüfprotokolle aus Papier oder PDF erfassenhoch
Abweichungsmeldungen klassifizierenhoch
Zusammenhänge zwischen Charge und Reklamation suchenmittel
Ursachen benennengering, bleibt beim Fachbereich
Freigaben erteilennicht ohne menschliche Bestätigung

Einführung

  1. 01

    Kategorien schärfen

    Zwei Fachleute ordnen 100 Reklamationen unabhängig ein. Liegt die Übereinstimmung unter 70 Prozent, ist die Definition das Problem.

  2. 02

    Historie aufbereiten

    Zwei Jahre Reklamationstexte gruppieren lassen und die Gruppen benennen. Das liefert oft sofort einen Befund, ohne dass ein Modell trainiert wurde.

  3. 03

    Laufende Klassifikation

    Erst wenn die Kategorien tragen, geht die automatische Einordnung in den Betrieb.

  4. 04

    Rückkopplung sichern

    Jede Korrektur durch die QS ist ein neues Etikett und geht in die nächste Auswertung ein.

  • Trefferquote je Kategorie ausweisen, nicht als Gesamtwert. Die seltenen Kategorien sind die interessanten.
  • Kein Schwellwert ohne Kostenrechnung: was kostet eine übersehene Häufung, was ein Fehlalarm?
  • Freitextfelder in Reklamationen enthalten Kundennamen; vor der Auswertung pseudonymisieren.

Nachweisführung gegenüber Audits

Ein Auditor fragt nicht nach dem Modell, sondern nach der Beherrschung des Prozesses. Fünf Angaben tragen:

AngabeBedeutung
Zweck und Abgrenzung des SystemsWas tut es, was ausdrücklich nicht
Validierung mit Datum und ErgebnisFester Bewertungssatz, Güte je Kategorie
Modellversion und ÄnderungshistorieJede Änderung ist eine Änderung des Prozesses
Schwellwerte mit Begründung und FreigabeWer hat das entschieden und wann
Überwachung im BetriebWie wird eine Verschlechterung bemerkt

Diese fünf decken zugleich die Anforderungen aus ISO 9001 Abschnitt 8.5.1 und, bei Hochrisikoeinstufung, wesentliche Teile von Anhang IV AI Act ab. Siehe Audit vorbereiten.

Validierung, konkret

  • Ein Bewertungssatz aus 200 bis 500 echten Fällen mit von Fachleuten vergebenen Etiketten.
  • Der Satz wird versioniert und bei jeder Modelländerung erneut gerechnet.
  • Die Übereinstimmung zwischen den Fachleuten wird mitberichtet; sie ist die Obergrenze.
  • Ergebnisse je Kategorie mit Konfidenzintervall, nicht nur als Punktwert.
  • Die Fälle, in denen das System falschlag, mit Beispielen in der Dokumentation.

Regulierte Bereiche

In GxP-regulierten Umgebungen kommen zusätzliche Anforderungen hinzu: Computersystemvalidierung, Änderungskontrolle, Zugriffsbeschränkung, lückenlose Änderungsverfolgung und die Anforderung, dass elektronische Aufzeichnungen den Vorgaben zu Vollständigkeit, Lesbarkeit und Dauerhaftigkeit genügen. Ein selbstlernendes System, das sich im Betrieb verändert, ist damit regelmäßig unvereinbar: die übliche Lösung ist ein eingefrorener Modellstand mit dokumentierter Freigabe je Version.

Vorgangsauswahl für die Qualitätssicherung

KOSTENLOSES KONTO

Auswahlbogen und Vorlagen: die Qualitätssicherung

Ein Bogen, der aus den Vorgängen in die Qualitätssicherung den ersten auswählt, mit zwei geprüften Vorlagen und den Prüfschritten dazu.

Arbeitsblatt3 Elemente

Kein Passwort nötig. Wir schicken Ihnen einen Anmeldelink. Ein Konto abonniert keinen Newsletter. Den bestellen Sie separat.

War diese Seite hilfreich?
Qualitätssicherung