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Warum ein Prompt scheitert

Die sieben Ursachen, an denen Prompts tatsächlich scheitern, wie man sie auseinanderhält und was man je Ursache ändert.

·2 Min. Lesezeit·Von Redaktion KI-Kompass
DETAILGRAD
4 Abschnitte

Die sieben Ursachen

UrsacheWoran man sie erkennt
Die Aufgabe ist unklarDas Ergebnis ist allgemein und beliebig
Der Zusammenhang fehltDas Ergebnis passt nicht zur Lage
Das Format ist nicht gesagtInhalt stimmt, Form ist unbrauchbar
Anweisungen widersprechen sichEin Teil wird befolgt, ein Teil nicht
Die Information fehlt im MaterialEs wird erfunden statt abgelehnt
Die Aufgabe ist zu großDer Anfang stimmt, das Ende zerfällt
Es ist die falsche AufgabeRechnen, zählen, aktuelle Fakten

Was je Ursache zu tun ist

UrsacheDie Änderung
Aufgabe unklarErgebnis beschreiben, nicht Tätigkeit: „eine Tabelle mit vier Spalten" statt „fasse zusammen"
Zusammenhang fehltWer liest es, wofür, was ist vorher passiert
Format nicht gesagtFormat vorgeben, notfalls ein Beispiel der gewünschten Ausgabe
WiderspruchPrompt kürzen, bis nur eine Anweisung je Aspekt bleibt
Information fehltRegel ergänzen: „Wenn es nicht im Text steht, schreibe: nicht enthalten"
Aufgabe zu großIn Schritte zerlegen, je Schritt ein Aufruf
Falsche AufgabeWerkzeug wechseln: rechnen lässt man rechnen

Die Diagnose in drei Schritten

  1. 01

    Dieselbe Anweisung, anderes Material

    Gelingt es dort, liegt es am Material und nicht am Prompt.

  2. 02

    Kürzerer Prompt, gleiches Material

    Wird es besser, war der Prompt überladen oder widersprüchlich.

  3. 03

    Ein Beispiel der gewünschten Ausgabe

    Wird es damit gut, war es ein Formatproblem und kein Verständnisproblem.

Warum die Mitte untergeht

Modelle beachten Anfang und Ende eines langen Eingabetextes zuverlässiger als die Mitte. Bei langen Prompts mit vielen Anweisungen fällt deshalb ausgerechnet das Kriterium weg, das in der Mitte steht.

  • Das Wichtigste an den Anfang, die Formatvorgabe ans Ende.
  • Anweisungen als kurze Liste statt als Fließtext.
  • Material und Anweisung sichtbar trennen, mit einer Markierung, die im Text nicht vorkommt.
  • Bei mehr als fünf Anweisungen prüfen, ob zwei Aufrufe besser sind als einer.

Siehe Das Kontextfenster, technisch.

Der Widerspruch, den man selbst nicht sieht

„Fasse kurz zusammen" und „nenne alle Punkte" sind unvereinbar. „Sachlich" und „werblich" ebenso. Das Modell befolgt dann eines von beidem, und welches, ändert sich zwischen zwei Aufrufen.

  • Je Aspekt genau eine Anweisung: eine zur Länge, eine zum Ton, eine zum Format.
  • Wo ein Zielkonflikt besteht, ihn ausdrücklich auflösen: „Wenn Länge und Vollständigkeit kollidieren, hat Vollständigkeit Vorrang."
  • Beispiele schlagen Adjektive. Ein Beispiel des gewünschten Tons wirkt besser als drei Eigenschaftswörter.

Wenn es am Modell liegt

Erst wenn Aufgabe, Zusammenhang, Format und Material geprüft sind, ist das Modell der Verdächtige. Dann hilft:

FallMaßnahme
Mehrstufiges Schlussfolgern misslingtModell mit Denkschritten, siehe Reasoning-Modelle
Zahlen und Einheiten falschRechnung an ein Werkzeug abgeben
Fachbegriffe werden verfehltGlossar in den Prompt, oder Abruf eigener Quellen
Ausgabe schwankt starkTemperatur senken, siehe Sampling und Temperatur
Format wird nicht eingehaltenSchema erzwingen statt darum bitten

Der Diagnosebogen

KOSTENLOSES KONTO

Diagnosebogen für einen gescheiterten Prompt

Ein Bogen, der in vier Schritten die Ursache eingrenzt, bevor am falschen Ende geändert wird.

Arbeitsblatt2 Elemente

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