Tourismus und Gastronomie
Anfragen, Auslastung und Bewertungen: was in Hotellerie und Gastronomie trägt und wo dynamische Preise und Gästedaten die Grenze berühren.
Worum es geht
| Vorgang | Einordnung |
|---|---|
| Anfragen in mehreren Sprachen beantworten | begrenzt, Offenlegungspflicht |
| Auslastung und Stornoquote vorhersagen | unbedenklich |
| Personal- und Warenbedarf planen | unbedenklich |
| Bewertungen auswerten und beantworten | begrenzt |
| Beschreibungen und Bilder für Angebote erstellen | begrenzt, Kennzeichnung |
| Preise nach Auslastung steuern | begrenzt |
| Gäste nach Merkmalen unterschiedlich behandeln | hoch bis unzulässig |
Die Vorgänge, die tragen
- 01
Anfragen beantworten
Verfügbarkeit, Anreise, Hausordnung, Sonderwünsche. In der Sprache der Anfrage, mit Übergabe an einen Menschen bei allem, was eine Zusage ist.
- 02
Auslastung vorhersagen
Aus Buchungsverlauf, Kalender, Wetter und Veranstaltungen. Ein Zeitreihenmodell, kein Sprachmodell.
- 03
Bedarf planen
Personal und Waren an der Prognose ausrichten. Der Nutzen entsteht in der Küche, nicht im Modell.
- 04
Bewertungen auswerten
Themen und Verlauf statt Einzelmeinungen. Antworten immer als Entwurf.
Was vorher geklärt sein muss
- Welche Zusagen ein System machen darf. Eine Preiszusage im Chat ist bindend, und das Werkzeug weiß das nicht.
- Wie die Übergabe an einen Menschen aussieht und wann sie automatisch erfolgt.
- Welche Gästedaten verarbeitet werden und wie lange. Meldedaten unterliegen eigenen Fristen.
- Wer die Antworten stichprobenartig prüft, mit welcher Quote.
Preisgestaltung
| Verfahren | Einordnung |
|---|---|
| Preis nach Datum, Auslastung, Vorlaufzeit | üblich und zulässig |
| Preis nach Kanal oder Buchungsstrecke | zulässig, transparent zu halten |
| Preis nach Endgerät oder Standort | rechtlich angreifbar, Transparenzpflicht |
| Preis nach persönlichen Merkmalen | unzulässig, Diskriminierungsrisiko |
| Personalisierter Preis aus einem Profil | Informationspflicht nach Verbraucherrecht |
Die vorletzte Zeile ist der Fall, den ein Optimierungsmodell von sich aus findet, wenn man ihm die Merkmale gibt. Deshalb ist die Auswahl der Eingangsgrößen selbst eine Rechtsentscheidung.
Gästedaten
- Meldedaten haben eine eigene gesetzliche Grundlage und eigene Aufbewahrungsfristen. Sie sind kein Marketingbestand.
- Besondere Kategorien entstehen im Gastgewerbe beiläufig: Ernährungshinweise können Gesundheits- oder Religionsdaten sein.
- Für Werbung braucht es eine eigene Grundlage, meist Einwilligung, getrennt von der Buchung.
- Bewertungsportale sind Dritte. Ein Export von Gästedaten dorthin ist eine Übermittlung mit eigener Grundlage.
Messgrößen
| Größe | Warum sie zählt |
|---|---|
| Anteil Anfragen ohne menschliches Zutun beantwortet | Der Entlastungseffekt |
| Anteil Übergaben an Menschen, mit Grund | Zeigt, wo das System an die Grenze kommt |
| Abweichung der Auslastungsprognose | Der planbare Nutzen |
| Wareneinsatz je Gast | Wirkung der Bedarfsplanung |
| Antwortquote auf Bewertungen und Zeit bis zur Antwort | Wirkung nach außen |
Einstiegsbogen: Tourismus und Gastronomie
KOSTENLOSES KONTO
Einstiegsbogen: Tourismus und Gastronomie
Die Vorgänge dieser Branche nach Risikoklasse, die Punkte, die vorher geklärt sein müssen, und die Messgrößen, an denen sich der Nutzen zeigt.
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